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Ironman Hawaii 2022 – der grosse Tag ist da. MY sport Elite Athlet Patrick Cometta ist bereit für den grossen Tag. Die WM wird zum ersten Mal an zwei Tagen durchgeführt. 2020 und 2021 fand die WM wegen der Covid Pandemie nicht statt. Da sich schon viele Athleten qualifiziert hatten, wurde entschieden das Rennen an zwei Tagen durchzuführen. Pro-Athletinnen, alle Agegrouperinnen und ein Teil der Agegrouper starten deshalb bereits am Donnerstag. Auch Patrick in der AK 25-29. Diese Kategorie startet als letzte. So wird das Profifeld und die jungen Männer auseinander gehalten. 

Die allerletzten Vorbereitungen für den Ironman Hawaii 2022

An der Länderparade war es brutal heiss und die Wartezeiten bis der Zug sich in Bewegung setzt ist lang. So verzichten einige Athletinnen und Athleten auf diesen Event. Kona ist sehr busy, noch mehr als zu ’normalen‘ Ironman Zeiten. Doch wie jedes Jahr ist die Stimmung sehr speziell. Es ist eine prickelnde und positive Stimmung. Alle sind etwas angespannt, meist fröhlich und geniessen die einmalige Atmosphäre. 
Die hohe Zahl der Athletinnen erfordert eine straffe Organisation. Für die Registration (Einlass nur für Athleten) und das Bike- Check-in sind die Zeiten festgelegt. Beim Check-in wird jede Athletin vom Speaker namentlich begrüsst und ihr Herkunftsland erwähnt. Nach dem Welcome Dinner und Show fand noch das obligatorische Race Briefing statt. 

Swim

Für Patrick Cometta war das Schwimmen eine Waschmaschine. Er musste extrem viele Athletinnen überholen, weil seine Agegroup als letzte startete. Das Schwimmen lief aber gut, es hatte nicht zu viele Wellen. Mit einer Zeit von 55:14 beendete Patrick die erste Disziplin. Bei den Pros schwamm Lucy Charles vorne weg (50:57).

Bike

Auf dem Bike fühlte sich Patrick gut. Bis zum Turn-Around in Hawii herrschte Gegenwind. Auf dem Rückweg hat sich der Wind leider gedreht und Patrick musste weiter gegen den Wind kämpfen. Nach 4:48:16 auf dem Rad folgte die letzte und härteste Disziplin. Einen Marathon laufen.

Ironman Hawaii 2022

Run

Das Laufen war brutal heiss. Es gab keinen Schatten und die Luftfeuchtigkeit kam erschwerend hinzu. Es gab am weniger Verpflegungsstationen als die letzten Jahre. Bis zum Energylab fühlte sich Patrick gut. Er war auf dem sechsten Rang. Leider hat es ihn im Anschluss ‚aufgestellt‘ und er verlor bis zum Zieleinlauf ein paar Ränge. Patrick lief den Marathon in 3:23:44. 
Patrick ist in seiner Agegroup auf Platz 14. Er hat den Ironman in einer Top Zeit von 9:14:00.

Für nächstes Jahr löst Patrick eine Profilizenz und wir hoffen, dass es dann wieder Aloha Hawaii heisst.
Herzliche Gratulation zu diesem top Ergebnis. Und wir sind gespannt auf nächsten Rennen.

Ironman Hawaii 2022

Chelsea Sodaro gewinnt als Aussenseiterin und Rookie das Rennen bei den Pro-Athletinnen.

Die Pechvögel am Ironman Hawaii 2022

Für MY sport Elite Athletin Sandra Zaugg war das Rennen schon vor dem Start vorbei. Leider wurde sie positiv auf Covid-19 getestet. Es war ein harter Schlag nach einem top Vorbereitungsjahr. Wir drücken Sandra die Daumen, dass sie ihren Slot aufs 2023 verschieben konnte. Ebenfalls Pech hatte die Favoritin und Azum – Botschafterin Laura Philipp, sie erhielt eine Zeitstrafe von fünf Minuten, wegen Windschatten-Fahren. Trotz diesem Penalty wurde Laura Vierte! Auch für Daniela Ryf  lief das Rennen nicht wie geplant. Zwar stieg sie als Erste vom Rad, wurde dann aber schon bei km1 von Lucy Charles überholt und fiel bis zur Ziellinie auf Rang 8 zurück.

 

London Marathon

Am London Marathon hat sich Sabina Fenner mit ihrer Teilnahme einen lang ersehnten Wunsch erfüllt. Bei strahlendem Wetter waren die 42km einfach nur Vollgas Party. Ein unvergleichliches Erlebnis. Nach genussvollen 04:41:33 erreichte Sabina Fenner das Ziel.

London Marathon

Ironman Barcelona 70.3

MY sport Athletin Ninia Melcher berichtet vom Ironman 70.3 Barcelona: ‚Meine dritte Mitteldistanz startete mit einem schönem Sonnenaufgang. Kurz vor acht Uhr ging es los. Im Wasser fühlten sich die ersten Meter mit der Strömung gut an, klar hier und da Tritte und Füsse aber es war kein Stress. An den Bojen herrschte ein ziemliches Gewusel. Die letzten 400m wurden hart, alles gegen die Strömung . Das war kräftezehrend.
Der Wechsel aufs Rad ist mir gut gelungen. Auf dem Rad war der Hinweg zum Wendepunkt recht anstrengend, denn es herrschte die ganze Zeit Gegenwind. Der Rückweg zur Wechselzone war mit Rückenwind jedoch wunderbar. Ich fühlte mich in dem Moment kurz als könnte ich fliegen. Die im Training eingeübte Verpflegung konnte ich perfekt umsetzen. Ebenso den Wechsel auf die Laufstrecke. Das Laufen war auch von Gegen- und Rückenwind geprägt. Wie schon auf dem Rad konnte ich mich perfekt verpflegen. Die letzten Meter auf dem roten Teppich im Zieleinlauf krönten diesen Wettkampf.

Mein Dank gilt an Alle die mich auf diesem Weg unterstützt haben. Vor allem ein riesiges Danke an meine Coaches Willi Franc und Dan Aeschlimann.‘

Ebenfalls in Barcelona auf der Langdistanz Lutz Velten (11:55:13)

Ankunft auf Hawaii – der grosse Tag rückt näher. Wie es Patrick Cometta geht, wollten wir aus der herbstlich kühlen Schweiz wissen.

Die Reise

Am 22. September ist das Velo verpackt, Patrick ist bereit für die Ankunft auf Hawaii. Der erste Teil der Reise ging nach San Francisco. Alles hat bestens geklappt und das Hotel war bereits um sechs Uhr Abends bezogen. Viel geschlafen hat Patrick in der Nacht nicht. Der Jetlag hat sich bemerkbar gemacht. Um sechs Uhr in der Früh ging es bereits weiter zum eigentlichen Ziel. Den ersten Tag der Ankunft nutzte Patrick fürs Einchecken im airbnb und um sein Wettkampfrad zusammen zu bauen. Am Abend sprang Patrick das erste Mal ins Meer, gedacht als Abkühlung. Das Meer ist jedoch so warm, dass es eigentlich keine Abkühlung war. Schön war es trotzdem. Die Lufttemperaturen sind mit 29 Grad nicht allzu heiss, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit fühlt es sich allerdings sehr heiss an. In der Nacht kühlt es nur bis 24 Grad runter.

Ankunft Hawaii

Schon von Anfang an hat sich Patrick gut eingelebt. Schnell hat er am neuen Ort seinen Rhythmus gefunden. Schlafen, Essen ist wie von zuhause gewohnt, die Trainings muss er allerdings seit der Ankunft in Hawaii den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Beim Training fühlt er sich noch nicht top. Ist aber zuversichtlich, dass es täglich besser geht.

Trainings Tipp von Patrick Cometta

Auf der Insel ist es im Moment noch relativ ruhig. Der grosse Ansturm steht noch bevor, täglich kommen mehr und mehr Athletinnen und Athleten auf der Insel an. Je mehr Leute auf der Insel sind, desto mehr muss man bei sich bleiben und sich nicht an anderen orientieren. Das heisst, beim eigenen Trainingsrhythmus bleiben. In den nächsten Tagen plant Patrick noch ein, zwei längere Einheiten. Danach fährt er dann das Trainingsvolumen herunter, um am Tag X aus dem Vollen zu schöpfen.

Ankunft Hawaii

Ironman Emilia-Romagna

In Philip James Wettkampfplan 2022 war eigentlich nicht der Ironman Emilia-Romagna geplant. Der Ironman Thun war als Hauptwettkampf vorgesehen. Leider hatte er am Tag vor Thun Covid erwischt und konnte somit nicht starten. Im Juli hat er sich beim Windsurfen die Finne ins Bein gerammt, sodass er nicht soviel trainieren konnte. Als dann am Samstag der heftige Sturm kam und das Rennen am Samstag gestrichen worden ist, dachte er, dass nun dieses Jahr wohl ziemlich der Wurm drin ist. So ist er umso mehr happy, dass er doch noch ein Rennen als Abschluss machen konnte. Mit einem top Ergebnis von 11:18:06. Herzliche Gratulation zu dieser Leistung!
Ebenfalls amIronman Emilia-Romagna am Start auf der Halbdistanz Thomas Wohlfender. Die Radstrecke war eine Herausforderung: sehr hektisch und teilweise auch gefährlich mit den vielen Athleten auf der Strecke. Nach 5:20:37 konnte er den Wettkampf beenden. Coach Oscar Lopez finishte den 70.3 mit einer Zeit von 4:32:24, Rang 23 (M40-44)

Aargauer Triathlon

Nicola Elsener ist am Aarauer Triathlon im Team gestartet. Er ist die 5.3km mit einem Pace von 3:58 gelaufen. Er wurde mit seinem Team Fünfter.

Ironman Emilia-Romagna

 

Kona Hawaii rückt näher – wie sieht das Training für Hawaii aus? Wir blicken in Patrick Comettas Alltag. Von seinem Wettkampf in Thun hat sich Patrick erholt und ist gut ins Training gestartet.
Eine Woche Pause, das heisst Sport nach Lust und Laune. Die Sessions dauerten zwischen einer halben und einer Stunde, ganz easy Schwimmen, Aquafit, Velofahren.

Krafttraining

Nach der kurzen Pause wurde der Fokus auf die Kraft gelegt, die ersten vier, fünf Wochen standen drei Krafttrainings auf dem Trainingsplan. So konnte sich Patrick eine gute Basis setzen. Bis zu seinem Abflug am 22. September versucht er weiterhin zwei Athletik-Trainings pro Woche zu absolvieren.

Training für Hawaii

Lauftrainings

Nach dem Ironman Thun blieben die Laufschuhe eine Woche im Schrank. Im Training für Hawaii trainierte Patrick in der zweiten Woche zwei mal 20min. Eine gute Alternative waren die Aquafit-Trainings. In der folgenden Woche lief er ca. etwa 18km und steigerte dann weiter auf 39km pro Woche. Letzte Woche hat er den Umfang deutlich erhöht und merkt dies nun in den Beinen. Deshalb ersetzte er ein Training durch Aquafit. Die Strategie ist smart zu trainieren und dennoch den Körper zu pushen, auch wenn das Ziel gross ist, ist es wichtig auf die kleinen Signale des Körpers zu achten. Dafür sind die Wassertrainings perfekt, Schläge auf den Körper werden so vermieden.
Nächste Woche beginnt Patrick mit dem Aufbau der long runs. Dies ist für ihn jedoch nicht der Schlüssel zu Erfolg. Es geht auch mit wenigen long runs. Vor dem Ironman Thun war sein längster Lauf 24km. Vom Schwimmen und Velofahren hat er bereits eine gute Fitness.

Training für Hawaii

Schwimmen

Die Schwimmtrainings variieren. Mal sind es 4km in einer Stunde am Stück schwimmen, dann gibt es harte Einheiten wie beispielsweise 30x100m, diese Einheiten sind auch mental eine Herausforderung. Da heisst es im Klartext einfach dran bleiben. Für Patrick ist es auch eine gute Übung für die Lungen und die Fitness mit einem low Impact auf den Körper (keine Schläge wie beim Laufen).

Bike

Auf dem Velo ist das Volumen zur Zeit mittelhoch. Zwischen zehn und zwölf Stunden verbringt Cometta im Sattel. Er ist viel in den Bergen unterwegs. Einerseits hatte er die Nase voll vom Triathlonbike  und andererseits ist das Tri-Rad gerade im Service. Am Berg absolviert Patrick seine Kraftausdauer-Einheiten wie beispielsweise 3 mal 30min big gear am Berg. Doch nun verlagert sich der Fokus langsam Richtung rennspezifische Einheiten auf dem Tri-Rad in der Zeitfahr-Position.

Ernährung

Hier hat Patrick noch keinen speziellen Fokus gelegt. Seine Devise lautet: ‚Lieber zu viel essen als zu wenig‘, weil zu wenig zu gefährlich ist für das  Übertraining. Lieber ein halbes Kilo zu viel auf den Rippen als zu wenig. So hat man noch etwas übrig, im Falle einer Verletzung oder krankheitsbedingt. Patrick ernährt sich gesund und ausgewogen und schaut darauf seinen Kalorienbedarf zu decken.

Hitze

Der heisse Sommer kommt Patrick entgegen. So konnte er sich schon akklimatisieren. Für die nächsten Wochen sind diesbezüglich noch ein paar Einheiten geplant, z.B. Rollen-Trainings im Bad mit hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit um Hawaii zu simulieren.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Cometta auf Kurs ist mit der Vorbereitung für Hawaii, es waren noch nicht die super harten Einheiten. Bis dato ging darum eine gute Basis zu setzen. In den nächsten fünf Wochen trainiert er wettkampfspezifisch um sich den letzten Schliff für Hawaii zu holen. Er ist zuversichtlich, dass ihm das gelingen wird. Jetzt heisst es Geduld haben und cool bleiben. Kranksein und Verletzungen vermeiden, in diesem Sinne ist weniger mehr. Wir drücken die Daumen für den Schlussspurt!

Maastricht eine mittelgrosse Stadt ganz im Süden von Holland stand am Wochenende vom 06. / 07. August 2022 ganz im Zeichen vom Ironman 70.3 Maastricht. Am Samstag starteten über 1’500 Athleten zum Ironman 70.3 und am Sonntag nahmen nicht ganz so viele aber ebenso motivierte Athleten am Ironman, volle Distanz, teil.

Der Anlass findet ähnlich wie der Ironman 70.3 Rapperswil grösstenteils in der Stadt und näherer Umgebung statt. Geschwommen wird in der Maas, dem Fluss, der durch Maastricht fliesst. Eine abwechslungsreiche, kupierte Radstrecke führt durch die Landschaften der Provinz Limburg, bevor es dann zurück in die Stadt auf die Laufstrecke geht. Die Laufstrecke kann man in drei Teile gliedern. Zuerst folgt man der Maas bis zum Wendepunkt, der ausserhalb des Städtchens bei einer grossen Industrie liegt. Der anschliessende Abschnitt führt die Teilnehmer durch ein ruhiges und sehenswertes Wohnquartier, bevor man den letzten Abschnitt durch die Strassen und Gassen der Altstadt läuft.

Für MY sport war Rico Hasler am Ironman 70.3 Maastricht am Start. Nach einer längeren Verletzungspause war es der erste Wettkampf über die Mitteldistanz für ihn in dieser Saison. Er setzte sich zum Ziel Aufschluss über seinen Formzustand zu erhalten und unter Wettkampfbedingungen die Belastungen zu eruieren. Mit einer Gesamtzeit von 4h40min erreichte Rico den 11. Schlussrang in seiner Alterskategorie und den 85. Platz in der Gesamtwertung. Völlig unerwartet und umso glücklicher ergatterte sich Rico einen Slot für die IM70.3 WM 2023 in Lahti FIN.

Herzliche Gratulation und welcome back, Rico!

GP Oberbaselbiet

Daniel Schönenberger, bestreitet als junger Velofahrer, seine erste Saison als lizenzierter Fahrer. Am GP Oberbaselbiet, U19 +Amateure, wird er 6ter. Eine top Leistung für den jungen Fahrer über die 93.2km in 2:29:32.

Fotocredits @Taurus Cycling

Nach harten Wettkämpfen braucht der Körper Zeit zur Regeneration und Erholung!

Nach einer auszehrenden Belastung wie einem Marathon oder Ironman ist Ruhe angesagt. Aber Erholung wie lange? Wann kann man wieder mit dem Training beginnen?

Wie schnell sich die verschiedenen Systeme im Körper nach einem sehr belastenden Wettkampf erholen, ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von der Art der Belastung ab und davon, wie gut vorbereitet man zum Rennen angetreten ist.

Zeit und Folgen


Die Zeitspanne der notwendigen Erholung reicht von mehreren Wochen bis zu mehreren Monaten. Vor allem ein Marathon, Ultralauf oder Ironman beansprucht den Körper enorm und hinterlässt unweigerlich Spuren: Solche, die man bereits im Ziel in der Muskulatur spürt, aber auch solche in den Knochen, die allerdings nicht unterschätzt werden sollten. Denn bei all den Schlägen auf die Gelenke und Knochen entstehen während der 42,195 Kilometer Mikroverletzungen, kleinste Knochenrisse, die – im Falle von weiteren Belastungen – im Extremfall gar zu Ermüdungsbrüchen führen können.

Wichtige Fragen zur Erholung

Stellen Sie sich zur Einschätzung der notwendigen Regeneration folgende Fragen:

Vor dem Wettkampf

– Wie gut habe ich mich von den intensiven Wettkampftrainingseinheiten erholt?
– Haben diese meine Grundlagenausdauer gefestigt oder beeinträchtigt?
– Wie war mein allgemeiner Ernährungsstatus?
– Konnte ich mich voll auf das Training und den Wettkampf konzentrieren oder waren das Berufs- oder Privatleben zusätzliche Belastungen?
– Konnte ich die Wettkampfform über Monate gezielt aufbauen oder war der Aufbau wegen Verletzungen, Krankheiten oder anderen Widerwärtigkeiten gestört?

Während des Wettkampfes

– Wie stark und wie lange ging ich an die Grenzen?
– Hatte die Laufstrecke lange und starke Gefälle?
– Wie war die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit
– Konnte ich einen bis am Schluss regelmässigen Rhythmus laufen oder gab es viele Intensitätswechsel?
– Wie war mein Trink- und Essverhalten?

Direkt nach dem Wettkampf

– Konnte ich sofort nach dem Zieleinlauf Flüssigkeit mit den entsprechenden Nährstoffen einnehmen (Elektrolyte, Kohlenhydrate, Aminosäuren usw.)?
– Habe ich sofort aktive und passive Regenerationsmassnahmen gemacht (Sprudelbad, leichte Massage, allenfalls lockeres Ausfahren auf dem Rad)?
– Konnte ich am Abend gut und vollwertig essen?
– Konnte ich zeitig zu Bett gehen und tief und lange schlafen?

Erste Wochen nach dem Wettkampf

– Hatte ich genügend Erholungszeit mit langem, tiefem Schlaf?
– Stellten Beruf- und Privatleben keine Belastungen dar, die meine Erholung beeinträchtigten?
– Konnte ich die regenerativen Trainingseinheiten wie geplant durchführen?
– Fühlte ich mich müde aber positiv und entspannt?

Sie sehen, der Wettkampf alleine sagt noch relativ wenig aus, wie lange die Erholungszeit danach ausfällt. Je nach Lebensweise und Einbettung im Alltag kann die Regeneration nach einem Wettkampf beschleunigt oder eben verlängert werden.

Wann bin ich erholt?

Eine einfache Methode zu erkennen, wann man sich erholt hat, ist gar nicht so schwer. Fragen Sie sich: Bin ich 100 % gesund, gut aufgelegt, voller Tatendrang, optimistisch und motiviert für Trainingseinheiten im Grundlagenbereich?
Wenn Sie keinen Druck spüren, intensiv trainieren zu müssen und das Training Spass macht. Sie den Wiederaufbau in Ruhe und entspannt planen können und die Ziele klar vor sich sehen, dann können Sie sicher sein, dass die Erholung erfolgt ist.

Grundregel der Erholung


Ob das im Einzelfall Wochen oder Monate dauert, hängt vom Zusammenspiel der oben genannten Faktoren ab. Als Grundregel gilt: Es gibt kaum Athleten, die sich zu lange erholen aber unzählige, die zu früh wieder zu intensiv trainieren. Deshalb nicht zu früh mit dem erneuten Leistungstraining beginnen!

Das braucht Mut, Wissen, Erfahrung und die Gewissheit, dass man in den Erholungspausen besser wird.

Ich habe schon zwei olympische Triathlons absolviert (jeweils in knapp drei Stunden) und möchte jetzt mit einer rund halbjährigen Vorbereitung die halbe Ironman-Distanz (Mitte September in Kroatien) in Angriff nehmen. Ich kann pro Woche etwa viermal trainieren. Wie soll ich die Prioritäten setzen?

Wie immer vor Inangriffnahme eines sportlichen Ziels ist ein Stärken-Schwächen-Profi l hilfreich.
Fehlt es Ihnen an den Grundlagen oder eher am Tempo? Welche Disziplin bereitet am ehesten Mühe, wo liegen Ihre Stärken? Bei einem guten Schwimmer liegen im Triathlon die Prioritäten anders als bei einem super Radfahrer, der kein Kraul kann. Bei längeren Triathlons liegt der Schlüssel zu einem guten Wettkampf darin, wie fit Sie vom Rad steigen. Sie können ein Top-Läufer sein, doch wenn Sie sich auf dem Rad «totgefahren» haben, läuft beim Laufen wortwörtlich nichts mehr, und Sie werden keinen Spass mehr haben, zum Dessert noch einen Halbmarathon zu laufen. In der Annahme, dass bislang alle drei Disziplinen etwa gleich entwickelt sind, empfehlen wir bei vier Trainingseinheiten pro Woche folgende Aufteilung:

  1. Training: 30–45 min im Wasser plus anschliessend 45–60 min Laufen Intervall (z. B. 1 km schnell, 500 m locker im Wechsel).
  2. Training: 60–120 min Grundlagen Rad mit abschliessenden 10–15 min Laufen Intervall. Beim Grundlagentraining ist Sprechen immer möglich.
  3. Training: 30 min Schwimmen plus 3 h oder länger auf dem Rad Grundlagen.
  4. 90 min Laufen Grundlagen plus 30–90 min Rad Intervall (z. B. 3 × 15 min schnell im Wechsel mit 15 min locker). Die letzten sechs Wochen vor dem Rennen die Einheit umdrehen und zuerst Radfahren Grundlagen und dann Laufen Intervall.

Mit diesen Kombinationen kommen Sie auf rund neun Trainingsstunden pro Woche. Schlüsseleinheiten sind die 4–5 h auf dem Rad und der 90-min-Lauf, also die längeren Einheiten. Um von der Kurzstrecke auf die Halbdistanz zu wechseln, benötigt es eine gewisse Trainingszeit, denn mit Ihrer Wettkampfzeit über die olympische Distanz werden Sie beim Half-Ironman vermutlich rund sechs Stunden unterwegs sein und benötigen daher eine gute Grundlagenausdauer. Haben Sie – wie viele Einsteiger – noch die «Baustelle» Schwimmen, dann müssen Sie sich überlegen, ob Ihnen das Erlernen der Kraultechnik wichtiger ist oder die Endzeit im Vordergrund steht, denn Schwimmtechnik benötigt seine Zeit. Sie können auch Blöcke setzen und z. B. im Monat fünf vor dem Rennen zuerst gezielt an der Schwimmtechnik arbeiten und danach wieder das Grundlagentraining priorisieren.