Das Three Peaks Bike Race ist eines der faszinierendsten und härtesten Unsupported-Ultracycling-Rennen Europas. Die Athleten und Athletinnen legen Tausende von Kilometern und unzählige Höhenmeter zurück, verbinden vorgegebene Checkpoints auf eigenen Routen und müssen alles Gepäck selbst transportieren. Externe Hilfe ist streng verboten. Beatrice Wüthrich hat sich diesem Abenteuer als Singlefrau gestellt – und geliefert. Nicht umsonst gilt das Three Peaks Bike Race als ganz besonderes Erlebnis unter Ultracycling-Fans. Übrigens, das Three Peaks Bike Race 2027 könnte für viele Teilnehmende zur nächsten grossen Herausforderung werden.
Die Vorbereitung: Vom Designvelo zur Ultracycling-Maschine
Bevor es auf die Strecke ging, haben wir Beatrice intensiv betreut. Aus ihrem schicken Designvelo wurde durch ein präzises Bikefitting eine kompromisslose ‚Ultracycling-Maschine‘. Die richtige Haltung im Sattel ist bei Tausenden Kilometern der entscheidende Faktor. Das Ergebnis sprach für sich: Während des gesamten Rennens hatte Beatrice keinerlei Beschwerden im Nacken oder beim Sitzen.
Lediglich an den Händen hinterliess die extreme Dauerbelastung Spuren: Seit dem Finish spürt sie den kleinen Finger nicht mehr. Grund dafür ist eine Reizung des Ulnarnervs (Nervus-Ulnaris-Syndrom) – eine typische Überlastung beim Langstreckenfahren, die mit etwas Pflege und Geduld wieder vollständig abklingt.
Das Einzige, was sich mit der Zeit nicht ganz vermeiden liess, waren wunde Stellen am Gesäss. Als dreifache Mutter wusste sie sich jedoch zu helfen: Mit Oxyplastin-Salbe, die man sonst aus dem Wickelzimmer kennt, löste sie das Problem pragmatisch. Oder wie Beatrice es im O-Ton auf den Punkt brachte: ‚Die Salbe hat mir im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch gerettet!‘
Renntaktik
Auch die Taktik stimmte von A bis Z. Dank unserer Leistungsdiagnostik wurde im Vorfeld ihre perfekte Racepace ermittelt. Das Ziel war eine Richtzeit von genau 10 Tagen. Nach 10 Tagen, 12 Stunden und 10 Minuten überquerte sie die Ziellinie in Barcelona – eine absolute Punktlandung! Erwähnenswert ist, dass beim Three Peaks Bike Race Beatrice Wüthrich mit ihrer beeindruckenden Zeit ein Zeichen setzte. Im Hinblick auf das Three Peaks Bike Race 2027 könnten viele Ultracycling-Interessierte von ihrer Erfahrung profitieren.

Zwischen Hochgefühl und Jammertal
250 bis 300 Kilometer pro Tag, verpackt in ein extremes Schlafmanagement: Beatrice fuhr ihr Tempo konstant durch, schlief jeweils vier Stunden pro Nacht und baute tagsüber ein bis zwei kurze Powernaps ein. Dass ihr Rad zu Beginn noch etwas zu schwer war, merkte sie schnell – kurzerhand verschenkte sie unterwegs Utensilien wie ihre Isomatte an Passanten. Wer sich für das Three Peaks Bike Race 2027 anmeldet, sollte sich auf solche Herausforderungen einstellen.
Col de la Loze
Das Wetter meinte es zwar abgesehen von enormer Hitze auf den letzten 260 Kilometern durch Spanien meist gut und blieb trocken, doch physisch wie psychisch verlangte das Rennen alles ab. Das krasseste Erlebnis wartete am Col de la Loze. Nach bereits 200 Kilometern in den Beinen erreichte Beatrice den Fuss des Passes um 18:30 Uhr. Ein Gewitter lag spürbar in der Luft. Weil das Wasser knapp war, ging sie leicht dehydriert und lediglich ausgerüstet mit zwei Flaschen Flüssigkeit und ein paar Gummibärchen in den Anstieg.
‚Den 2000er machst du noch schnell, der ist wie der Grimsel‘, dachte sie sich. Doch die extrem steilen Rampen von 15 bis 20 Prozent zwangen sie immer wieder zum Schieben. Auf dem Tracker war weit und breit kein anderer Teilnehmender mehr zu sehen – eine beklemmende Einsamkeit stellte sich ein. Noch dazu hatte das Three Peaks Bike Race Beatrice Wüthrich an ihre äußersten Grenzen gebracht. Nicht zuletzt sind solche Erfahrungen Grund, warum das Three Peaks Bike Race 2027 mit Spannung erwartet wird.
Oben angekommen, völlig am Ende ihrer Kräfte, folgte eine Abfahrt ohne Genuss: Der Radweg war voller Kurven und Rampen, die Dunkelheit brach ein, der Regen setzte ein, ihr Rücklicht ging verloren und zu allem Übel waren Handy, Garmin und Powerbank leer. Ohne Navigation hängte sie sich im letzten Moment an einen schnelleren Fahrer an und rettete sich mit letzter Energie ins Hotel. An diesem Tag verdrückte Beatrice ein paar Tränen, doch Aufgeben war für sie zu keinem Zeitpunkt eine Option.

Im Ziel voller Emotionen
Am Dienstag um Mitternacht war es schliesslich so weit: Beatrice rollte über die Ziellinie. Das Gefühl beim Ankommen war schlicht unbeschreiblich. Trotz extremer Anstrengung, Schlaf in finsteren Nächten im Freien und der ständigen Herausforderung, an Tankstellen und in kleinen Lädchen genügend Kalorien aufzutreiben, bleibt die Begeisterung riesig. Übrigens, das Three Peaks Bike Race Beatrice Wüthrich ist ein inspirierendes Beispiel für Ausdauer und Einsatz im Ultracycling. Nicht zuletzt freuen sich bereits jetzt viele auf das Three Peaks Bike Race 2027.
‚Es war der Wahnsinn und ich würde es sofort wieder machen!‘
Wir gratulieren Beatrice herzlich zu dieser herausragenden Leistung. Sie ist bereits wieder so geflasht von den Erinnerungen, dass sie schon nach dem nächsten Ultrarace für das kommende Jahr Ausschau hält. Das gesamte MY sport Team ist stolz auf dich!














