Tonino Tundo

Tonino Tundo, Athlet des Monats März 2020

Wir stellen jeden Monat einen MY sport Trophy Bike Team Athleten vor.
Gewinne einen Einblick in Tonino Tundos  Trainingsalltag  mit 12 Fragen …

Tonino Tundo

Athlet des Monats März

Tonino Tundos Status im MY sport Trophy Bike Team: Elite Athlet – MY sport Coach 

  1. In welcher Sportart bis du unterwegs?
    Triathlon, Laufen, Schwimmen, Radfahren, immer mehr auf dem Gravel, Athletik.
  2. Machst du zur Zeit auch Home-Office und wie strukturierst du nun deinen Tag?
    Normalerweise fahre ich mit dem Rad zur Arbeit. Das ist für mich ein wichtiges Ritual. Am Arbeitsplatz bin ich von Anfang konzentriert. Am Abend kann ich auf dem Heimweg sehr gut abschalten. Aktuell ersetze ich meien Radfahrt indem ich  jeden Morgen gleich nach dem Aufstehen meditiere und ein kurzes Stretching. mache Danach arbeite ich am speziell eingerichteten Platz. Am Mittag gehe ich raus um mich zu bewegen. Dabei achte ich auf das „Social Distancing“. Das gleiche Programm am Abend, nach der Arbeit. Wenn ich mich draussen bewege, achte ich darauf, dass ich keine unnötigen Risiken eingehe, so dass ich keine Unfall produziere. Soweit möglich, bleibe ich aber zu Hause.
  3. Dein Hauptwettkampf der Ironman Südafrika wurde abgesagt, wie gehst du damit um?
    Für mich war schon vor der offiziellen Wettkampfabsage klar, dass ich nicht teilnehmen werde. Als Mensch und privilegierter Sportler habe ich eine soziale Verantwortung gegenüber meinen Mitmenschen. Ich darf diese nicht einem zusätzlichen und unnötigen Risiko aussetzten. Die Reise nach Südafrika war unter den gegebenen Umständen mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbar. Daher bin ich mit mir im Reinen. In der Zeit nach ‚Corona‘ wird es ja wieder Wettkämpfe geben.
  4. Wie haben sich deine Trainings verändert? Wo siehst du Chancen was sind die grössten Sorgen?
    Ich habe meine Trainings, in Absprache mit Dan Aeschlimann, sofort heruntergefahren. Im Prinzip bin ich jetzt im Off-Season Modus. Ich fahre etwas Rad (Grundlage) um meinen Kopf zu lüften. Mache Yoga/Stretching und werde ab und zu Laufen gehen. Aber alles ohne spezifische Trainingsziele.
    Es geht mehr um den Kopf. Die Situation hat ja nicht nur negative Seiten. Es ist auch eine Chance um mich und meine Situation zu reflektieren. Ausser bei der Arbeit wird zur Zeit mein ganzes Leben wird zur Zeit ziemlich entschleunigt. Alles ist viel weniger fokussiert und zielorientiert.
    Aus sportlicher Sicht beunruhigt mich die aktuelle Situation wenig. Natürlich versuche ich mich irgendwie fit zu halten. Falls die komplette Ausgangsperre kommt, wird es sicherlich etwas schwieriger und die Bewegung in der Natur wird mir sehr fehlen.
    Falls es soweit kommt, ist Kreativität gefordert. Mit den heutigen Möglichkeiten bin ich aber gut aufgestellt. Ich kann mich nur wiederholen, ich betrachte die aktuelle Situation auch als Chance bestimmt Dinge zu ändern und an Themen zu arbeiten, für die ich sonst keine Zeit habe. Mit dieser positiven Einstellung geht vieles, auch ausserhalb des Sports, leichter.
  5. Wie motivierst du dich in dieser aussergewöhnlichen Situation? Hast du einen mentalen Trigger?  
    Sportlich muss ich mich zum Glück nicht gross motivieren. Das Bedürfnis mich zu bewegen wird bei mir intrinsisch getriggert (sich selbst motivierend).
    Ich brauche also kein Wettkampfziel um Sport zu machen. Im Gegenteil, ich muss immer gebremst werden. Dan Aeschlimann hilft mir dabei ;-). Als ‚Take Home Massage‘ vielleicht Folgendes: ‚Geh das Ganze möglichst mit einer positiven Einstellung an. Nutz die Zeit dafür an Themen zu arbeiten, für die du sonst keine Zeit hast‘. Es wird eine Zeit nach dem Coronavirus geben.
  6. Seit wann betreibst du Triathlon? 
    Durch das viele Laufen war ich ständig verletzt und begann mit alternativen Sportarten, dem Schwimmen und Radfahren. 2007 hatte ich das Anwaltpatent in der Tasche, so dass ich mich mit einem Ironman selber beschenken wollte. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Triathlonwettkampf bestritten hatte, machte ich noch kurz davor einen olympischen Testwettkampf. Mit einem Strassenrennrad (Dreifachkettenblatt, ohne Hochprofillaufräder ohne Ernährungskonzept usw.) finishte ich meinen 1. IM in einer wirklich erstaunlichen Zeit. Von da an war ich mit dem Virus „Triathlon“ infiziert.
    Im Herbst 2016 hatte ich einen schweren Herzinfarkt. Alle Ärzte (ausser Nora Wieloch) sagten mir, dass ich in Zukunft nur noch Gesundheitssport machen dürfe. Das wollte ich so nicht hinnehmen. Ziemlich genau 6 Monate nach diesem Ereignis absolvierte ich einen Marathon in einer wirklich guten Zeit und finischte anschliesend das Nove Colli. Wieder hatte ich ein sehr grosse Herausforderung gemeistert und mein Leistungshunger war noch lange nicht gestillt, bzw. jetzt erst recht angestachelt. Neben der Leistungseinbusse durch den schweren Herzinfarkt kamen ab 2017 massive Hüftmuskulaturverspannungen dazu, welche meine Leistungsentwicklung handicapieren.
    Ich gehe diese Herausforderung mit dem Wissen an, dass in meinem Leben schon viele Hindernisse im Weg standen, ich diese aber immer gemeistert hatte und daraus noch stärker wurde. Diese Zeilen sollen all jenen Menschen Mut machen, die gerade jetzt vor einer grossen Herausforderung stehen. Never give up! Let’s try it.
  7. Was sind deine Ziele, was möchtest du erreichen? 
    Nochmals die Quali für die Ironman Weltmeisterschaft schaffen und in Kona einen tollen Wettkampf abliefern. Und dann natürlich das Versprechen an meine Partnerin Sandra einlösen.
  8. Was fasziniert dich an deiner Sportart? 
    Es ist eine Lebensschule. So wie ich es betreibe, hat der Sport auf alle Lebensbereiche Einfluss bzw. steht mit diesen im Austausch. Das heisst, dass ich mit diesen Themen im Einklang stehen muss, will ich im Triathlon erfolgreich sein.
  9. Hast du vorher eine andere Sportart ausgeübt?
    In meiner Jugend spielte ich Fussball beim SC Emmen. Später konzentrierte ich mich auf den Beruf und die Kariere. Ich hatte fast 15 Jahre Sportabstinenz.
    Mitte 30 ging ich nochmals an die Uni. Damit ich nach den Vorlesungen am Abend noch den Fokus für die Zusammenfassungen behalten konnte, fing ich wieder mit dem Laufen an. Ich ging jeden Abend die gleiche Strecke laufen. Ich machte sehr schnell Fortschritte, so dass ich es nach ein paar Monaten mal wissen wollte, wo ich stehe. Mein 1. Wettkampf war der Lausanne Halb Marathon, den ich sofort in einer sehr guten Zeit absolvierte. Mit dem gleichen Trainingsrezept ging es im darauf folgenden Jahr zum ZH Marathon. Da meine Standartrunde nur ca. 12 Km betrug, machte ich 7 Tage vor dem Marathonwettkampf noch einen 42 Km Trainingslauf im Wettkampftempo, dies war zugleich mein 1. Longrun .
  10. Wie so bist du im MY sport Trophy Bike Team? 
    Weil Dan Aeschlimann mich seit 2010 in allen meinen sportlichen Herausforderungen begleitet.
  11. Hast du für einen Einkauf bei Trophy Bike einen Geheimtipp? 
    Das Team von Trophy Bike macht seine Sache wirklich SEHR GUT! Ich schätze die professionelle und sehr kundennahe Art und die Menschen die damit verbunden sind. Es ist wie eine Bäckerei. Man findet immer etwas. 🙂
  12. Wo befindet sich deine Lieblings Trainingsstrecke?
    Eine meiner Lieblingsstrecken führt auf Grand Canaria von der Presa del Parralillo über die GC 406 nach Carrizal de Tejeda rauf zum Roque Nublo/Tejeda und dann hinten rum zum Pico de las Nieves. Zumindest auf der GC 406 ist man fast zu 100% alleine unterwegs und man kann die Urkraft dieser wunderschönen Landschaft spüren und geniessen. Cyclingpassion pur :-).

     
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