Trainingspause nach Höchstleistungen

Die einen sagen, man solle im Spätherbst unbedingt eine Trainingspause machen, die anderen, jetzt sei die ideale Zeit, um nochmals mit harten Einheiten die Basis auf ein neues Niveau zu heben und dann erst im Winter eine Pause zu machen. Was stimmt?

Voraussetzung für eine Trainingspause

Zuerst kommt es natürlich darauf an, ob wir von einer Sommer- oder Wintersportart sprechen. In diesem Fall gehen wir davon aus, dass es sich um eine Sommersportart handelt mit mehreren wichtigen Wettkämpfen. Und davon, dass Sie ein engagierter Hobbysportler sind mit klaren Saisonzielen. Wer so im Herbst nicht müde, kaputt und ausgelaugt von der langen Saison ist, der hat bei den Wettkämpfen nicht alles gegeben oder dem fehlten die intensiven Trainings, die im Wettkampf höhere Leistungen ermöglichen.

Das heisst, wer im Herbst nicht fix und fertig ist, der hat nicht alles gemacht, um seine Topleistung zu erbringen. Wer alles für die Höchstleistung tut, der lebt Ende Sommer bei den letzten Wettkämpfen und Trainings von den Reserven. Und der oder die hat im Herbst, nach dem letzten Wettkampf, gar keine andere Wahl, als eine Trainingspause zu machen.

Wollte er oder sie dann mit harten Einheiten ohne Unterbruch die Basis auf ein neues Niveau heben, wäre die Wahrscheinlichkeit gross, in ein schlimmes Übertraining zu fallen. Sich von physischen Höchstleistungen zu erholen, kann Monate dauern! Und auch mental braucht der Geist eine Pause und andere Inhalte.

Eine Saisonpause eignet sich auch um die vergangene Saison zu analysieren zum Beispiel ein einer Trainingsberatung zu sehen was für die kommende Saison optimiert werden könnte.

Fazit

Wer im Sommer alles für den Sieg getan hat, der ruht sich im Herbst direkt nach dem letzten Wettkampf mindestens einen Monat aus. Also, Hände Weg von Rennrad, Mountainbike, Laufschuhen, Kraftmaschinen und anderen körperlichen Belastungen.

Angesagt sind jetzt schlafen, ausruhen, spazieren, leichte Dehn- und Atemübungen, Massagen, in aller Ruhe mit Genuss gesund essen, andere, nicht sportive Hobbys pflegen, Zeit für Freunde haben. Und die Nerven behalten, die Trainingspause auch wirklich durchzuziehen! Aber erst dann ist man bereit und zusätzlich hoch motiviert, den neuen Trainingsaufbau für den nächsten Sommer zu starten

Text von Ueli Schweizer Diagnostiker und Dozent


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